Vater-Kind-Wochenende 2012

14.-16.9.2012, Meersburg

Es war zwar nicht das „richtige“ Meer, das wir überqueren mussten, um an unser Reiseziel Meersburg zu gelangen, aber immerhin das schwäbische, den Bodensee. Das Oberdeck der Autofähre ermöglichte einen ersten Panoramablick auf das von der Abendsonne beleuchtete Städchen. Nachdem wir unsere Unterkunft in einem zweckmässig renovierten Haus am Rand der Altstadt bezogen und uns ein erstes Mal am reichhaltigen Buffet gesättigt hatten, trafen wir uns zu den für die regelmässigen Teilnehmer schon gewohnten Austauschrunden, zuerst mit den Kindern, zu späterer Stunde dann nochmals ohne sie. Dabei ist es immer wieder spannend zu hören, was Väter in und neben Familie und Beruf noch so alles beschäftigt.

Am Samstagmorgen galt es für die einzelnen Vater-Kind-Teams in kreativer und konzentrierter Bastelarbeit aus einem schon vorgefertigten Teil ein Brettspiel herzustellen. Nach dieser feinmotorischen Geduldsarbeit rief der Nachmittag förmlich nach Bewegung. Eine kurze Fahrt nach Immenstaad, und bald verschwand die Mehrheit für Stunden in den Baumwipfeln des dortigen Hochseilgartens, für die weniger höhentaugliche oder -willige Minderheit am Boden nur noch durch das vielstimmige Klicken der Karabinerhaken oder ab und zu einen Juchzer (oder Angstschrei?) hörbar.

Abends noch eine Runde durch das bereits langsam dem Winterschlaf entgegendämmernde Städtchen, und schon liessen sich auch die ersten müdegekletterten Kids ins Bett fallen. Die Väterrunde aber setzte sich nochmals hin und auseinander – mit dem Thema Gewalt und der Frage, wie man seine Kinder davor schützen könne. Auch der sonntägliche Gottesdienst im Kreis der Väter und Kinder in unserem geräumigen Gruppenraum nahm die Materie nochmals auf anhand der Geschichte von Kain und Abel, die bekanntlich traurig, aber nicht ganz hoffnungslos endet.

Ein letzter Höhepunkt, die sorgfältig inszenierten Vater-Kind-Fotos, ein letztes feines Essen und ein paar Augenblicke auf dem Spielplatz mit dem grossen Schiff hinter dem Haus, und schon galt es wieder einzuchecken auf der richtigen Fähre für die Überfahrt ans heimische Ufer. Eigentlich hätte man noch vieles unternehmen können da drüben. Aber vielleicht gibt's ja wieder mal Gelegenheit an einem nächsten Va-Ki-Weekend.
Bericht: Christoph Frei; Fotos: René Fritschi

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